DIE HÜTERIN DER FARNE
In den geheimsten Winkeln des Waldes –
wo das Licht in grüne Scherben zerspringt –
bewegt sich lautlos eine Gestalt.
Ihre bernsteinfarbenen Augen glühen wie Glut unter den Blättern.
Sie ist die Hüterin der Farne – eine wilde, geheimnisvolle und scheue Hirschkuh.
Erscheinung:
Ihr Geweih, dunkler und kantiger als das gewöhnlicher Hirschkühe, ist gezeichnet von Narben uralter Magie.
Ihr Gesicht trägt die weißen Spuren der Waldgeister, als hätte ein unsichtbarer Maler sie mit ihrer Aufgabe gezeichnet.
Ihr zerzaustes Haar, an den Wurzeln dunkel und zu den Spitzen hin lichterloh verbrannt, zeugt von ihrer unmittelbaren Verbindung zu Blüten, Saft und Erde.
Ihre Rolle:
Sie wacht über Orte, die Menschen nie betreten.
Zwischen den hohen Farnen, wo die Bäume noch sprechen.
Sie beschützt geheime Pfade, Plätze, an denen die Magie noch atmet, die heiligen Lichtungen, in denen Tiere Zuflucht suchen.
Wesen:
Wild.
Unzähmbar.
Und dennoch unglaublich weise.
Nie schläft sie wirklich – selbst in der Ruhe spürt sie jede Erschütterung des Bodens, jedes Rascheln von Flügeln, jeden Atemzug des Windes.
Kräfte:
– Sie kann im Nu zwischen zwei Farnen verschwinden.
– Ihre bloße Anwesenheit beruhigt verletzte Tiere.
– Pflanzen wachsen höher in ihrer Spur.
– Bäume neigen sich leicht, wenn sie sie ansieht.
Die Hirschkuh des Waldes träumt.
Zwei Seiten ein und desselben Geistes:
– Sanftmut
– und die stille Kraft der Natur.



